Ansgar S.

 

Ansgar S. ist Wahl-Kölner. Er kam hierher, weil er keine Wahl hatte.

Hauptberuflich malt er nach Zahlen und zieht als Teppichklopfer über provinzielle Mittelaltermärkte. Die Begeisterung für’s Theater erwuchs bei ihm erst spät, da er ein gestörtes Verhältnis zur Kunst hat: Er kauft Rembrandt nur in 0,7l-Flaschen und von moderner Kunst bekommt er einen Hörsturz. Als diplomierter Schraubendreher mit pädagogischer Zufallsqualifikation für Leute, die auch sonst einen an der Waffel haben, war der Weg auf die Bühne aber unausweichlich. Die Grundlage seiner Rollenarbeit läßt sich so umschreiben: Kurze Sätze, nicken, höflich grinsen, nix verstehen. Damit war er schon früh das Gesicht der pneumatisch-asketischen Euphorie im numerologischen Theater des Schweizers Auri Brunftbrumser. Auch für andere Regisseure wurde er so zur ersten Wahl für die Besetzung von Rollen, die sonst keiner haben wollte.

Der Produzent Enrico Maria Loloresi sagte anlässlich des Brockelsdorfer Theater-Festival über ihn: „Er ist nicht mehr das, was er war. Er ist auch nicht das, was er ist und er ist erst recht nicht, was er sein könnte.“

 

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